Fotografie und Achtsamkeit

Sehnsuchtsort

Seit einigen Wochen ist Fotografie und Achtsamkeit ein Thema geworden. Ein Podcast, zweier deutschen Fotografen, hat mich zu dieser Sicht der Dinge abgeholt.  Am Ende dieses Beitrages werdet ihr die Links zu den beiden finden.

Was bedeutet Achtsamkeit in der Fotografie?

Für mein Verständnis, bewußt zu fotografieren.

Egal ob ich schon 100 mal an diesem Ort war, einen Menschen zum ersten Mal fotografiere oder im Sinne von Street oder Reportage einen Moment festhalte. Wenn ich ein Motiv, in meinem Fall die Baggerseen hier in der Nachbarschaft, schon x mal belichtet habe... jedesmal herrscht ein anderes Licht, ein anderer Beweggrund dorthin zu gehen, eine andere Jahres-oder Tageszeit.

Sinn macht ein Foto erst wenn man sich damit auseinandersetzt was man für eine Geschichte erzählen möchte. Manchmal ist es eine Geschichte nur für sich selbst, manchmal kann man hoffentlich dem Betrachter eine Geschichte erzählen ohne viele Worte zum Bild benutzen zu müssen.

Wenn ich mir selbst eine Geschichte erzählen möchte dann spielen Sehnsuchtsorte eine große Rolle. Da bin ich dann total bei einem der Podcast Moderatoren, Falk Gustav Frassa. Mich zieht es dann zu meinen Sehnsuchtsorten. Einer davon ist ganz sicher das Areal der Baggerseen hier um die Ecke. Ich mag das Wasser, den Wald, die Natur dort und die Möglichkeit immer ein ruhiges Plätzchen zu finden an dem man mal fünf gerade sein lassen kann. Ein weiterer ist die holländische Küste rund um Julianadorp. Auch dort fällt vieles von mir ab wenn ich auf der Fahrt dorthin die Dünen langsam erkennen kann und weiß das es nicht mehr lange dauert auf's große Wasser schauen zu können.

An solchen Orten werden dann die kleinen Geschichten geschrieben die einem Kraft für das Leben im Hamsterrad geben, bis es wieder soweit ist das Rad anzuhalten und eine Pause zu machen.


Reflektion

Einen Augenblick inne halten und kurz die vergangene Woche Revue passieren lassen. Auch eine Form der Achtsamkeit. 

Die letzten Tage vor dem Urlaub...immer etwas zäh.

Über das vergangene Porträt Shooting nachdenken. 

Was hast du falsch gemacht?

Warst du nah genug an dem Menschen und in der Situation?

Hast du die Bilder gemacht die du dir vorgestellt hast, bzw. die Erwartungen, die an dich gestellt wurden, erfüllt?

Was kannst du beim nächsten Shooting (ich hasse dieses Wort), besser machen?

Und am Ende, was hast du gelernt und war es eine gute Zeit?

Ja! Ich habe wieder einiges gelernt und es war eine gute Zeit.

Dann am Sonntag entgegen der Regel: Zwischen 11 und 3 hat der Fotograf Schlaf,

einfach raus. Frei nach dem Motto, Sonne lacht, Blende acht.

Ein herrlicher Sommertag mit einer kühlen Brise im Schatten. Trotz des schönen Wetters nicht ganz so viele Menschen unterwegs. Kamera, Stativ, Filter und Hund im Wasser. Mehr brauchte es nicht um drei Stunden unterwegs zu sein.

Nach einem solchen Ausflug noch einen Kaffee auf dem Balkon und der Akku ist wieder merklich voller geworden.

Jetzt noch die kurze Woche zum Ende bringen und dann drei Wochen chillen....

Ich werde achtsam mit meiner Zeit umgehen. Versprochen!!

Schönen Feiertag und eine gute Zeit......

 

Inspiriert durch die Podcast's: Die Photologen / Fotografie tut gut

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