Fluch oder Segen?

Heute möchte ich mich mal ein wenig über den Einsatz von Presets auslassen.

Für die einen sind sie Fluch, für den anderen Segen.

Ich behaupte mal einfach, das jeder der mit Lightroom arbeitet, auch schon einmal Presets eingesetzt hat.

In den ersten Stunden und Wochen ist man ganz sicher fasziniert wenn man die Regler von links nach rechts schiebt und seine Bilder damit vollkommen verhunzt.

Leider bemerkt man diesen Fauxpas erst, wenn man nach einiger Zeit mal wieder ältere Bilder anschaut und sich wundert das man den Farbeimer, die Reserven bei den Tiefen und die Gradationskurve großzügig über das gesamte Foto angewandt  hat. Das hat zur Folge das einen die Bilder förmlich anspringen und jeder Sonnenuntergang aussieht als wäre man ausschließlich im Indian Summer in Kanada unterwegs gewesen.

Der Abend am Heidesee hatte tatsächlich einen tollen Sonnenuntergang aber ein solchen "Golden Moment" habe ich in natura natürlich nicht gesehen. Naja, bei Instagram leuchten die Bilder der Abenteuer-Fotografen ja auch immer magisch. Somit nähern wir uns langsam dem eigentlichen Thema. Gerade bei Instagram werden oft die Feed's hervorgehoben, die einen einheitlichen Look haben. Aber wie schaffen es die Profifotografen nur immer das all ihre Bilder durchgängig den gleichen Touch zeigen? Die Antwort sind Presets. 

Hört sich einfach an. Das gewünschte Preset irgendwo gegoogelt und schon erstrahlen alle Bilder im beliebten Moody Green oder Orange and Teal.

Zack bist du Profi. Leider stellt man sehr schnell fest das sich diese Vorlagen bei weitem nicht auf jedes Bild anwenden lassen. Nicht jedes Foto im Wald wird durch Moody Green zum mystischen Wandbild. Auch und vielleicht sogar gerade beim Einsatz von Presets muss Vorarbeit geleistet werden. Die volle Wirkung erzielen die  "Farb- und - Kontrastfolien", die Lightroom über die Fotos legt, nur dann wenn vorher auch ein ordentlich belichtetes Bild erstellt wurde das durch das Preset maximal noch unterstützt wird.

Wenn ich mit Presets arbeite dann ausschließlich mit denen von Andre Duhme. Kurz angemerkt, das ist keine Werbetrommel die ich hier rühren will, sondern meine ehrliche Meinung zum Produkt.

Andre Duhme versucht insbesondere Vorlagen für analoge Filme und cinematische Szenen zu erzeugen.

Es gibt Presets die den Look von alten Kodak Filmen darstellen sollen und somit den Charme der Vergangenheit auf den Bildschirm holen. Jeder kennt aus Serien oder Filmen das die Bilder  immer einen bestimmten Look, eine bestimmte Stimmung erzeugen. Auch dafür hat der Gestalter Presets entwickelt die sich an aktuellen Filmlooks anlehnen.

Links das Bild Out of Cam, rechts mit einem Preset. Ich mag die unaufdringliche Veränderung des Bildes. Keine übertriebenen Farben aber halt ein bisschen mehr Punch.

Auch hier wieder links aus der Kamera und rechts mit einem analog Preset. Jede Vorlage kann noch im einzelnen mit Kontrast, Highlights, Schärfe, Korn etc in verschiedenen Abstufungen angepasst werden.

Ich habe schon mehrere Vorlagen für Lightroom ausprobiert und war meistens enttäuscht vom Ergebnis.

Mit diesen Presets, von Duhme, kann man allerdings moderat den richtigen Look finden und nach seinen Wünschen anpassen. Die Bilder bekommen den Touch den man sich wünscht ohne das man sich beim Ansehen die Augen reiben muss.

Natürlich gibt es hier kein richtig oder falsch oder gut und schlecht. Gefallen macht schön und in erster Linie muss es mir gefallen..

Wer sich dafür interessiert, googelt einfach nach Andre Duhme. Seine Vorlagen sind nicht kostenlos aber ihr Geld wert.

Sollte jemand eine Meinung dazu haben, dann freue ich mich über jedes Feedback.

Ansonsten wünsche ich noch eine angenehme Woche und feiert die Einheit!

Cheers

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