Goldene Stunde...

Vergangenen Sonntag war mal wieder einer der Tage die man als ein Highlight des Jahres in Erinnerung behält. Nicht wegen eines besonderen Ereignisses sondern einzig wegen des Wetters.

Der Morgen begann frostig und bei der ersten Gassirunde war draussen alles leicht in Weiss gehüllt. Okay. So langsam sollte man sich auf den Winter vorbereiten. Den ganzen Tag über blieb es kühl aber es wurde auch ein herrlicher klarer Tag ohne eine Spur von Wolken.


Durch das Daily Projekt, welches mich mittlerweile schon seit vier Monaten begleitet, ist die Landschaftsfotografie bei mir zu kurz gekommen. Da ich bei jeder Gelegenheit die Kamera mitführe, habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust gehabt geplant loszuziehen.

Rucksack packen, Stativ festzurren, die Taschen mit Filtern füllen und mindestens noch ein alternativ Objektiv einpacken...man weiß ja nie.

Auch an diesem Sonntag hab ich alles daheim gelassen. Trotzdem wollte ich mal wieder an einen meiner Lieblingsplätze am Wasser. Schauen ob irgendwo ein ruhiges Plätzchen zu finden ist, 


Also kurz mit der App gecheckt wann die goldene Stunde beginnt, den Hund angeleint und los gehts. Auf Grund des Wetters war mir klar das ich sicher kein episches Herbst/Winter Foto mit dramatischen Wolken auf den Sensor bringen würde aber das Licht an diesem späten Nachmittag war wirklich mega.

Die goldene Stunde hat ihrem Namen wirklich alle Ehre gemacht. Zudem war es absolut windstill und somit konnte ich mich auf die Spiegelungen im Wasser konzentrieren. Ein guter Ersatz für die fehlenden Wolken.


Da stand ich nun und hatte den ganzen Krempel, den ich bestimmt eingesetzt hätte, nicht dabei. Lediglich mein neues Baby auf der Kamera. Ein Sigma 35mm f 1.4. Muss ja ausprobiert werden das gute Stück.

Nicht gerade die beste Brennweite für Landschaften aber limitieren fördert Kreativität. Nach den ersten Bildern habe ich nichts mehr von dem Zeug vermisst das daheim geblieben ist. Für die Spiegelungen genügte der Bildausschnitt vollkommen. Das Objektiv hat den Rest dazugegeben. Eine fantastische Linse.


Was macht man nun wenn man trotzdem ein bisschen weinwinkliger arbeiten möchte weil einem der Bildausschnitt doch zu eng ist?

Ein paar Schritte zurück und ein Panorama geschossen um die Weite und die tolle Stimmung einzufangen. Dank Lightroom kein Problem die Fotos später zusammenzufügen und sogar ggf. Teile des Bildes rechnen zu lassen, die bei der Zusammenführung verloren gehen. Ich habe die Fotos aus der Hand gemacht und eben nicht vom Stativ. Deshalb verschiebt sich die Achse von jedem Bild ein wenig weil man halt seinen Körper nicht stabil wie ein Roboter drehen kann.

Wie gesagt, seit dem neuesten Update kann Lightroom solche Fehler korrigieren.

Nettes Feature.

Ein kleine Bokeh-Test musste natürlich auch her. Blende 1.4. So offen habe ich noch nie fotografiert. Auch hier hat mich das Sigma geflasht. 

Die Erfahrung mit Vollformat und einer so offenen Blende ist für mich neu.

Genau diese Freistellung wollte ich erfahren, als ich Anfang des Jahres mit der Alpha 7iii auf das Kleinbildformat umgestiegen bin.

Ein absolut richtiger Entschluss.

So ging der Tag langsam zu Ende und nicht nur die Sonne sondern auch die Fotos haben mir ein gutes Gefühl gegeben. Die Fellnase fing langsam an zu zittern und wir haben den Heimweg angetreten. Ich habe mich auf einen heissen Kaffee gefreut und die Hundedame bekam ein Stück Käse, weil sie immer aufpasst wenn ich fotografiere. Ich bin ja abgelenkt und dann muss sie für die Sicherheit sorgen.. 

 

Euch allen noch eine schöne Restwoche.

Nicht vergessen... Weihnachten steht vor der Türe.

Ein Sigma Art 35mm f1.4 gehört auf den Wunschzettel.

 

Cheers

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