Es wurde mal wieder Zeit...

Es ist einige Zeit vergangen, seit meinem letzten Beitrag.

Der letzte Post war ein Rückblick auf meinen ersten Workshop, Ende Februar diesen Jahres.

Den Hauptgedanken den ich aus dieser Veranstaltung mitgenommen habe, war die Tatsache das ich mich in der People-Fotografie versuchen möchte.

Leichter gesagt als getan. Wie kommt man an Menschen die sich freiwillig vor meine Kamera stellen um mit mir Bilder zu machen?

Keine Referenzen und in dieser Richtung auch keine Kontakte.

Womit sollte ich auf mich aufmerksam machen? Mit meinen Sonnenuntergängen am heimischen Baggersee..??

Also passierte erstmal nichts. Ich habe weiter brav an meinem 365- Tage Projekt gearbeitet und mir jeden Tag mein Motiv gesucht.

Mehr schlecht als recht. Es war zum Ende hin schon sehr müßig.Ich habe es bis zum bitteren Ende durchgezogen und abgeschlossen. Den Feed bei Instagram habe ich kurze Zeit später gelöscht. Fotografisch hat mich dieses Projekt nicht wirklich weitergebracht. Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Buddy Karsten van Gelder der mein Durchhaltevermögen mit einer tollen, kleinen Trophäe belohnt hat!

Wie sollte es nun weitergehen? 

In dieser Zeit des fotografischen Vakuums entwickelten sich langsam ein paar neue Freundschaften. Der Austausch zwischen Robin und mir wurde intensiver und durch ihn durfte ich zudem noch Dennis und Matthes kennenlernen. Ich werde die Instagram und / oder Webseiten der Jungs unten anhängen. Schaut ruhig mal rein!

Mit den Buddy's habe ich viel über die Fotografie gesprochen, wir waren ab und an unterwegs um ein paar Bilder zu machen oder einfach nur zu quatschen und lecker zu essen.

Es ist ja auch nicht viel anderes möglich in Zeiten von Corona. Die ersten Wochen brauche ich wohl keinem zu beschreiben, in denen man tatsächlich nur daheim war und das gesellschaftliche Leben kurzfristig lahmgelegt wurde.

Rückblickend vollkommen okay. Ich glaube wir alle sind aus der Nummer bisher sehr gut herausgekommen und müssen weiter wachsam bleiben.


Als die ersten Lockerungen beschlossen wurden und die Welt sich wieder ein bisschen schneller gedreht hat, bin ich mit Dennis und Robin nach Duisburg gefahren um eine Hafenrundfahrt zu machen. Frische Luft, ein paar schöne Bilder und wieder ein bisschen unter Menschen! Eine willkommene Abwechslung. Dennis hatte einiges zu erzählen da er mal im Hafen gearbeitet hat, somit hatten wir quasi Informationen aus erster Hand direkt am Tisch..

Auch dieser Ausflug war irgendwann zu Ende und wir traten den Heimweg an.

Naja, nicht ganz...wie aus dem Nichts stellte mir Robin die Frage ob ich noch Lust auf ein Shooting hätte.

Okay, was für eines?

Aktshooting in deinem Auto in Essen mit Jenni, war die Antwort.

Who the Fuck is Jenni, und warum soll sie sich nackt in mein Auto setzen und wie soll ich das jetzt bitte fotografisch umsetzen?

Ich gebe zu das ich in diesem Augenblick etwas überfordert war, habe aber zugestimmt. Los ging die wilde Fahrt und eine Stunde später habe ich versucht das für mich Beste aus der Situation zu machen.

Der Sprung ins kalte Wasser. Das war doch das was ich wollte. 

Man muss dazu sagen das Jenni ein Pay Model ist und einem die Sache schon sehr einfach macht. Sie weiß was sie tut und ich konnte versuchen mich nur auf mich zu konzentrieren.

Nach diesem spontanen Shooting war mir klar das ich das öfter machen möchte.


Nun musste ich mir überlegen wie ich den Stein ins rollen bringen kann. Viel vorzuweisen habe ich ja nicht. Trotzdem habe ich einfach die Bilder aus dem Workshop mit Emma und die ersten Bilder von Jenni in einen neuen Instagram Feed gepackt um die People-Fotografie nicht mit meinem bestehenden, doch sehr Landscape lastigen Instagram-Account, zu vermischen.

Von Dennis kam dabei der Hinweis das Model's nicht unbedingt Blümchen im Feed sehen wollen... also neues Konto:

olaf_spöllmink

Ich habe Dennis gefragt ob er mir nicht ein paar seiner Kontakte geben könnte damit ich ein bisschen in Bewegung komme. Kurze Zeit später bekam ich von ihm eine Nachricht und ich konnte anfangen die ersten Kontakte zu knüpfen.

Ich habe fleißig geschrieben und es fanden sich tatsächlich Menschen die bereit sind / waren mir auf meinem Weg zu helfen in der Menschen Fotografie besser zu werden. Natürlich haben sich einige Kontakte nicht gemeldet oder man hat halt nicht zusammengefunden, aber ich habe mich trotzdem immer weiter umgeschaut und versucht Menschen zu erreichen.


So kam es zu den ersten Shootings. Erstmal habe ich mich nochmal mit Jenni getroffen. Ich wollte sicherer werden. Wir waren uns bekannt, sie ist sehr offen und locker und wir hatten ein tolles Shooting am Rhein bei einem mega Sonnenuntergang.

Wieder was gelernt. Dieses Mal allein mit dem Model. Ich konnte mich ein bisschen im Small Talk üben. Irgendwie ist ja was anderes gemeinsam zu fotografieren und zu unterhalten als wenn man sich auf einer Party begegnet und einfach ins Gespräch kommt.

Schnell waren ein paar Bilder im Kasten. 

Der Anfang war gemacht! Die nächsten Shootings waren geplant. 

So kann es weitergehen. Bisher durfte ich noch mit Lisa und Ruth zusammenarbeiten. Mit Lisa ging es in den Innenhafen Duisburg und für Ruth bin ich an die schöne Ahr gefahren. Zwei vollkommen unterschiedliche Modelle und zwei absolut unterschiedliche Location's. 

Mit Lisa eher im urbanen Hafenviertel.

Mit Ruth an einem schönen sommerlichen Vormittag an der Ahr umgeben von Weinbergen.

 


Nach meinem Urlaub in Holland stehen schon einige neue Termine fest auf die ich mich freue. Es geht also weiter.

Neben der reinen Fotografie habe ich festgestellt das man sehr nette Menschen kennenlernen kann die einem auch, über die Fotografie hinaus, gut tun.

 

Eine weitere Premiere war mein erster Auftritt in einem Podcast.

Robin hat Matthes und mich, mal wieder spontan, zu einem kleinen Plausch eingeladen und das Mikro dabei eingeschaltet.

Meine Frage an ihn, nach seiner Einladung Gast in seinem Podcast zu sein, lautete (Originalton):

Sag mal, hast du einen Pfeil im Helm? Was soll ich denn schon zu sagen haben?

 

Heraus kam eine witzige Folge im Disselcast an der wir alle Spaß hatten.


Das waren dieThemen die mich in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt haben. Ich weiß das mein Weg noch lang ist. Ich wurde im Podcast nach meinem roten Faden in der Peoplefotografie gefragt. Ich habe keinen! Ich versuche das zu machen was mir Spass macht und wozu das Model bereit ist. Ob sich daraus eine bestimmte Richtung entwickelt weiß ich nicht. Das werde ich sehen. Für mich steht im Vordergrund das beide Spaß an der Sache haben, man eine gute Zeit miteinander verbringt und am Ende ein paar Bilder entstehen die beide glücklich machen.

Und wenn mal nichts gutes herauskommt ist das kein Weltuntergang. Wenn ich ein schlechtes Foto mache tut das keinem weh und die Welt dreht sich weiter!

 

Ich freue mich auf das was kommt. Auf viele weitere schöne Begegnungen mit den Fotobuddy's die zu Freunden geworden sind und vor allen Dingen auf meinen nächsten Ausflug in die Domstadt kommende Woche.

 

Wenn mir wieder was einfällt, was ich schreiben könnte werde ich das tun!

 

Bis dahin, bleibt alle gesund, haltet euch an die Regeln und habt eine gute Zeit!

 

Cheers

Homepage: Robin Disselkamp

Podcast: Disselcast

Instagram: Dennis Süssmuth

Instagram: Matthes Thorenz

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